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Fürstentum Liechtenstein

STARTSCHUSS FÜR DEN NEUEN LEHRPLAN

Ausgangslage

Der heute gültige Lehrplan für den Kindergarten, die Primarschule und die Sekundarstufe I des Fürstentums Liechtenstein wurde 1999 eingeführt und 2005 überarbeitet. In der Zwischenzeit hat sich in den Schulen und der Gesellschaft einiges verändert, so dass der Lehrplan in mehreren Bereichen nicht mehr aktuell ist. Der Bedarf einer Anpassung an veränderte Gegebenheiten und neue Bedürfnisse ist gegeben.

Bisherige Entwicklungen

Um die Zukunft des Lehrplans für das Fürstentum Liechtenstein zu klären und die möglichen Szenarien zu analysieren, hat die Regierung im Oktober 2015 eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Diese bestand aus Vertretern der verschiedenen Schularten (Gemeindeschulen, Oberschulen, Realschulen, Gymnasium), Schulleitern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Schulamtes. Die Arbeitsgruppe hatte den Auftrag, die verschiedenen Szenarien anhand konkreter Beispiele zu evaluieren und die jeweiligen Konsequenzen zu eruieren.

Die Arbeitsgruppe hat in ihrem Bericht vom Mai 2016  an die Regierung festgehalten, dass ein liechtensteinischer Lehrplan auf der Basis des Lehrplans 21 mit landesspezifischen Anpassungen im Interesse einer längerfristigen Perspektive und einer optimalen Koordination mit den Deutschschweizer Kantonen die beste Alternative darstellt. Die Schulen Liechtensteins sind in vielen Bereichen stark auf die benachbarte Schweiz und im Besonderen auf den Kanton St. Gallen ausgerichtet. Die Anschlüsse an das Schweizer Bildungswesen sind zentral.

Das Schulamt hat zwischenzeitlich mit der D-EDK die notwendigen Abklärungen getroffen, um den Lehrplan 21 unter Berücksichtigung der notwendigen landesspezifischen Anpassungen für Liechtenstein übernehmen zu können.

Projektphase

Im Dezember 2016 hat die Regierung Frau Dr. Elvira Schoch, schoch consulting, mit der Projektleitung beauftragt. Bis Ende März 2017 werden nun die Mitglieder der Projektkerngruppe bestimmt. Hierzu wird in Kürze eine Ausschreibung an alle Lehrpersonen erfolgen, welche die Aufgaben und Rahmenbedingungen klärt, damit sich interessierte Lehrpersonen melden können, um im Projekt mitzuarbeiten. Der Zeitpunkt Ende März ist so gewählt, dass den Schulen genügend Raum für die entsprechende Berücksichtigung in der Stundenplangestaltung bleibt.

Die Projektplanung sieht vor, dass die Anpassungsarbeiten im Schuljahr 2017/18 geleistet werden. Der Projektgruppe sind ein Austausch und eine aktive Diskussion mit den Lehrerteams wichtig. Teilergebnisse werden regelmässig kommuniziert und diskutiert. Die Rückmeldungen werden in die laufenden Arbeiten eingebaut. Ziel ist es, bis Ende des Kalenderjahres 2018 den neuen Lehrplan zu verabschieden.

Das Schulamt wird laufend über den Fortschritt der Diskussionen und Stand der Arbeiten informieren, insbesondere über den Newsletter und die Schulleiterkonferenz.

Zuletzt aktualisiert: 
20. März 2017